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Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht in Köln

Aufgrund seiner vielschichtigen Fallgestaltungen ist das Familienrecht ein komplexes Rechtsgebiet und erfordert einerseits großen Einsatz, um die persönliche Betreuung der betroffenen Menschen zu gewährleisten und andererseits ein Höchstmaß an Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge. Die Zusatzqualifikationen der in diesem Bereich tätigen Anwälte und die Faszination für dieses Rechtsgebiet sind Voraussetzung für die beste Lösung der Probleme der Mandanten, entweder vor Gericht, aber auch außergerichtlich und in den Fällen einer Mediation. Im Folgenden werden Sie einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Themen des Familienrechts Köln bekommen. Frau Dr. Nicole Langen steht Ihnen mit ihrer Expertise als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln stets zur Verfügung.

Sorgerecht Familienrecht

Wozu braucht man einen Ehevertrag?

Wer eine Hochzeit plant, wird sich früher oder später mit dem Thema Ehevertrag auseinandersetzen. Viele Ehen enden heutzutage mit der Scheidung. Wann ein Ehevertrag Sinn macht, werden wir im Folgenden erläutern. Beim Ehevertrag geht es in erster Linie um das Thema Zugewinnausgleich, denn man ändert mit diesem Vertrag im Zweifel den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft inkl. Zugewinnausgleich ab und vereinbart Gütertrennung. Im Fall einer Scheidung wird in der Zugewinngemeinschaft der Vermögenszuwachs zwischen den Ehepartnern ausgeglichen (= Zugewinnausgleich). Es wird dabei verglichen, wie stark sich das Vermögen des einen Ehepartners vermehrt hat und wie stark das Vermögen des anderen Ehepartners. Es wird dann die Differenz aus diesen Zuwächsen durch zwei geteilt. Der Partner der weniger Vermögen aufgebaut hat, hat gegen den anderen Partner Anspruch auf 50% dieser Differenz und kann diesen Anspruch notfalls auch gerichtlich durchsetzen. Als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln steht Ihnen Frau Dr. Nicole Langen mit ihrer Expertise stets zur Verfügung.

„Leider liegt eine ehevertragliche Absicherung des gemeinsamen Unternehmens nur selten vor, da dieses häufig im Laufe der Ehe erst aufgebaut wurde.“

Rechtsanwältin Dr. Nicole Langen

Wie wird das Vermögen nach einer Scheidung aufgeteilt?

Es gelten folgende stark vereinfachte Grundsätze für die Vermögensteilung bei Scheidungen: Nur das Vermögen, das Ehegatten zwischen der Heirat und dem Tag der Zustellung des Scheidungsantrages erworben haben, wird ausgeglichen. Im Falle einer Scheidung kommt es deshalb zu einem Zugewinnausgleich, bei dem ein finanzieller Ausgleich zwischen den Ehepartnerin herbeigeführt wird. Für alle Vermögensgüter, die während der Ehe erworben wurden, gilt dies. Haben die Ehegatten keinen Ehevertrag geschlossen, so wird das Vermögen bei der Scheidung geteilt. Frau Dr. Nicole Langen steht Ihnen mit ihrer Expertise als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln stets zur Verfügung.

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Wann benötigt man einen Ehevertrag?

Nicht alle Paare benötigen einen Ehevertrag. Bei zwei Angestellten reichen meist die Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch über Zugewinn und Unterhalt aus. Hingegen kann es heikel werden, wenn ein Partner selbstständig ist oder ein großes Gefälle zwischen den Gehältern der Ehepartner besteht.

Um konkret auf die Frage einzugehen, wann ein Ehevertrag benötigt wird: Es können im Zuge einer Trennung und anschließenden Scheidung unterschiedlichste Ansprüche entstehen, vom Zugewinnausgleich über Versorgungsausgleich bis hin zu Unterhaltszahlungen. Diese unterschiedlichen Ansprüche lassen sich im Rahmen eines Ehevertrages bedingt beeinflussen. Dabei dürfen jedoch die ehevertraglichen Regelungen nicht gegen gesetzliche Verbote verstoßen. Der Komplettausschluss von Ansprüchen kann sich auch regelmäßig als unwirksam erweisen. Zum Schutz der eigenen Vermögensmassen für den Falle der Scheidung, kann ein Ehevertrag durchaus notwendig und sinnvoll in den folgenden Situationen sein:

  1. Im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft wollen die Ehegatten nicht leben, sondern sie wollen Gütergemeinschaft oder Gütertrennung vereinbaren. In einem Ehevertrag ist auch die Modifikation der Zugewinngemeinschaft (Ausschluss einzelner Vermögenswerte aus dem Zugewinnausgleich) möglich.
  2. Daneben ist ein Ehevertrag sinnvoll, wenn einer der Ehegatten selbstständig ist und sein Unternehmen im Falle der Scheidung vor einer möglichen Zerschlagung durch Zahlungsansprüche des Ex-Partners geschützt werden soll (Unternehmerehe).
  3. Es ist nur einer der Ehegatten beruflich tätig, während der andere sich dem Haushalt und den Kindern und der Kindererziehung widmet. Unter anderem können in diesem Falle längere Unterhaltszahlungen als Ausgleich bestimmt werden.
  4. Die Ehe ist eine Doppelverdienerehe ohne Kinder. Es können häufig umfassende Verzichtserklärungen im Ehevertrag wirksam sein, aufgrund zu erwartender geringfügiger Ausgleichsansprüche im Versorgungs- und Zugewinnausgleich und der finanziellen Unabhängigkeit beider. Jedoch ist dies nicht in jedem Fall notwendig, da die Ansprüche auch in einer Scheidungsfolgenvereinbarung noch wirksam ausgeschlossen werden könnten.
  5. Darüber hinaus ist ein Ehevertrag dann sinnvoll, wenn die Ehegatten unterschiedlicher Nationalität sind. Dann kann in einem Ehevertrag das für den Scheidungsfall anzuwendende Recht bestimmt werden.

Als erfahrene und kompetente Fachanwältin für Familienrecht in Köln steht Ihnen Frau Dr. Nicole Langen mit ihrer Expertise stets zur Verfügung.

Kann man einen Ehevertrag abändern oder aufheben?

Ein Ehevertrag dient wie oben bereits beschrieben der Vorsorge für den Fall einer Scheidung und der Minimierung der Schwierigkeiten bei der Vermögensauseinandersetzung. Wie bei anderen Verträgen ist auch er nicht in Stein gemeißelt und kann ebenso aufgehoben werden. Eine Aufhebung kann viele Gründe haben. Im Folgenden möchten wir erläutern, unter welchen Voraussetzungen die Aufhebung eines Ehevertrages möglich ist. Ein Ehevertrag kann aufgehoben werden, wenn dies im beiderseitigen Einvernehmen erfolgt. Die Aufhebung bedarf derselben formalen Voraussetzung wie der zuvor geschlossene Ehevertrag. Ein Ehevertrag kann in Ausnahmefällen jedoch auch einseitig angefochten werden (z.B. bei Sittenwidrigkeit). Es gibt unterschiedliche Wege, die Aufhebung von einem Ehevertrag zu realisieren: entweder als einvernehmliche Aufhebung durch beiderseitige Vereinbarung oder als einseitige Anfechtung des Vertrages wegen formaler oder inhaltlicher Unwirksamkeit oder Sittenwidrigkeit. Ein Ehevertrag ist gemäß 1410 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) nur dann formal wirksam, wenn er unter Anwesenheit beider Vertragsparteien vor einem Notar geschlossen und entsprechend beurkundet wird. Zusammengefasst bedeutet dies, dass beide Ehegatten eine entsprechende Vereinbarung aufsetzen müssen und in einem gemeinsamen Termin bei einem Notar unterzeichnen müssen. Die notarielle Beurkundung hat sodann die Wirkung, dass die Aufhebung oder Abänderung, zumindest unter formalen Aspekten, rechtswirksam ist. Frau Dr. Nicole Langen steht Ihnen mit ihrer Expertise als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln stets zur Verfügung.

Sollte man eine Gütertrennung vereinbaren?

Die Gütertrennung gilt immer noch als die optimale und einzige Lösung, um dem Zugewinnausgleich nach einer Scheidung zu entgehen.

Die Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft ist der Regelfall. Im Falle einer Scheidung, muss der unterschiedliche Vermögenszuwachs der beiden Eheleute seit Bestehen der Ehe ausgeglichen werden und der sogenannte Zugewinnausgleich berechnet werden. Während der Ehe bleiben in der Zugewinngemeinschaft die Vermögen (eigentlich: der Vermögenszuwachs) bei beiden Eheleuten grundsätzlich getrennt. Sollten die Eheleute während der Ehe unterschiedlich viel erwirtschaftet haben, muss der Ehepartner, der „mehr“ erwirtschaftet hat, eine Ausgleichszahlung in Höhe der Hälfte des Mehrgewinns leisten. Je länger eine Ehe bestand, desto höher sind solche Zahlungsverpflichtungen. Es kommen bisweilen Summen von mehreren 10.000 Euro zusammen. Das Gegenmodell ist die Vereinbarung der Gütertrennung. Oft wird die Zugewinngemeinschaft als ungerecht empfunden, insbesondere für den ausgleichspflichtigen Ehepartner. Vor allem gilt dies dann, wenn ein Ehepartner Selbstständiger bzw. Unternehmer ist und in der Ehe Alleinverdiener ist oder gewesen ist. Als „Gegenentwurf“ gibt es das Modell der Gütertrennung. Zwischen den Eheleuten muss die Gütertrennung explizit vereinbart werden, beispielsweise durch einen Ehevertrag. Sonst kommt der Güterstand der Zugewinngemeinschaft zur Anwendung. Bei der Gütertrennung handelt es sich um die Idee einer „echten“ Trennung der Vermögen der beiden Eheleute während und nach der Ehe, ein Zugewinnausgleich findet also nicht zum Ende der Ehe statt.

Die Gütertrennung bringt Vorteile und Nachteile mit sich. Was die Vorteile der Gütertrennung betrifft, scheint es zunächst auf der Hand zu liegen: Es wird durch den Wegfall der Zugewinngemeinschaft ein Vermögensausgleich zum Ende der Ehe verhindert, die Ehe soll also (weitestgehend) mit getrennten Vermögensverhältnissen geführt werden. Daneben verhindert das Modell der Gütertrennung „lästige Herumrechnerei“ im Fall einer Scheidung. Daher hat die Gütertrennung noch immer den Ruf als Garant für reibungslose und schnell Scheidungen. Letztlich wird ein „emanzipiertes Modell auf finanzieller Augenhöhe“ propagiert, bei welchem jeder Ehepartner finanziell für sich sorgt, insbesondere für den Fall, dass die Ehe scheitert. Hinsichtlich der Nachteile der Gütertrennung lässt sich beispielsweise der folgende Punkt nennen. Man könnte sich fragen, ob diese für jeden rentabel ist, der trotz Ehe „finanziell unabhängig“ sein will. Die Gütertrennung ist natürlich zunächst für einen finanzschwächeren Ehepartner nachteilig, der dadurch auf den Zugewinnausgleich und damit auf die Hälfte des Mehrverdienstes des Ehepartners während der Ehe verzichtet. Vor allem für finanziell schwächer gestellte Ehepartner, die während der Ehe nicht arbeiten, stellt daher die Gütertrennung ein erhebliches finanzielles Risiko dar: Wenn die Ehe scheitert, stehen sie ohne finanzielle Mittel dar. Dr. Nicole Langen, Fachanwältin für Familienrecht in Köln steht Ihnen mit ihrer Expertise stets zur Verfügung.

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Was kann ich tun, wenn ich keinen Unterhalt erhalte?

Sind Sie alleinerziehend und der andere Elternteil zahlt keinen oder sehr unregelmäßig Unterhalt? Sie können in diesem Fall beim Jugendamt in Köln Unterhaltsvorschuss beantragen. Der ist vollkommen unabhängig von Ihrem eigenen Einkommen. Wir erklären Ihnen im Folgenden, was sich dahinter verbirgt und in welchem Fall, in welcher Höhe und Dauer Sie Anspruch darauf haben. Zunächst wäre es hilfreich, den Begriff Unterhaltsvorschuss zu definieren. Er dient als gesetzlicher Schutz für ungeplant alleinziehende Eltern. Es handelt sich um eine Vorauszahlung des Mindestunterhalts, die von Bund und Land übernommen und von dem anderen Elternteil eines alleinerzogenen Kindes rückwirkend zurückgefordert wird, wenn dieser seiner Unterhaltsverpflichtung nicht nachkommt. Es kommt dabei bei der Berechnung der Höhe nicht auf das Einkommen der Eltern an. Weil der Unterhaltsvorschuss dazu dient, ungeplant Alleinerziehende zu unterstützen, müssen diese sich nicht um Rückzahlung kümmern. Bei Auszahlung des Unterhaltsvorschusses gehen stattdessen die Unterhaltsansprüche des Kindes gegen den anderen Elternteil in Höhe des Mindestunterhalts automatisch auf das zuständige Bundesland über. Das Bundesland kann die Ansprüche geltend machen und, wenn nötig, einklagen und vollstrecken. Jedoch wird zunächst der andere Elternteil zur Zahlung oder zur Auskunft über seine Einkommensverhältnisse aufgefordert. Beim zuständigen Jugendamt in Köln wird der Unterhaltsvorschuss beantragt und von der Unterhaltsvorschusskasse ausgezahlt.

Grundsätzlich ist es so, dass Kinder bis einschließlich 11 Jahre Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. haben, wenn sie keinen Unterhalt in Höhe des Mindestunterhaltes oder unregelmäßigen Unterhalt vom anderen Elternteil erhalten. Frau Dr. Nicole Langensteht Ihnen mit ihrer Expertise als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln stets zur Verfügung.

Wie wird der Trennungsunterhalt ermittelt?

Mit dem Trennungszeitpunkt (Beginn des Trennungsjahres) der Eheleute ist der Trennungsunterhalt zu gewähren und zwar vor dem Hintergrund, dass mit der Trennung die ökonomische Basis für die Lebensführung beider Eheleute zerbrochen ist. Der Paragraph § 1361 BGB gewährt daher aus dem Gedanken der gleichwohl bestehenden ehelichen Bindung dem wirtschaftlich schwächeren Ehegatten einen Anspruch auf Trennungsunterhalt in der Übergangszeit bis zur rechtskräftigen Scheidung zu. Hinsichtlich der genauen Ermittlung des Trennungsunterhalts lässt sich sagen, dass der Unterhaltspflichtige an den Berechtigten 3/7 seines Nettoeinkommens bzw. 3/7 des Differenzeinkommens (im Fall, dass beide über Erwerbseinkommen verfügen), als Trennungsunterhalt zu zahlen hat. Als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln steht Ihnen Frau Dr. Nicole Langen mit ihrer Expertise stets zur Verfügung.

Habe ich Anspruch auf Unterhalt?

Gemäß §§ 1360, 1569 ff BGB sind Ehegatten einander zu Unterhalt verpflichtet. Es wird zwischen den Ehegatten die Unterhaltspflicht durch das Rechtsinstitut der Eheschließung begründet. Daneben kann sich ein Unterhaltsanspruch aus Anlass der Geburt (§ 1615 I BGB) ergeben. Der Mutter eines nicht ehelichen Kindes steht ebenfalls ein eigener Unterhaltsanspruch gegen den Kindesvater zu. Nicht nur aus dem Gesetz kann sich der Unterhaltsanspruch ergeben, sondern auch aus einem Vertrag. Vertragliche Unterhaltsvereinbarungen sind laut neuem Recht nur dann rechtswirksam, wenn sie notariell geschlossen worden sind. Grundsätzlich müssen zwei wesentliche Voraussetzungen gegeben sein, um einen Unterhaltsanspruch geltend machen zu können. Es muss zum einen der Beanspruchende auf den Unterhalt angewiesen sein (Bedürftigkeit), dies ist bei minderjährigen Kindern und gleichgestellten privilegierten immer gegeben. Und es muss zum anderen der in Anspruch genommene Unterhaltsschuldner im Stande sein, den Unterhalt zu zahlen (Leistungsfähigkeit). Frau Dr. Nicole Langen steht Ihnen mit ihrer Expertise als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln stets zur Verfügung.

Wie regelt sich bei der Trennung das Sorgerecht der Kinder?

Es ist zunächst zwischen der Personensorge und der Vermögenssorge für das Kind zu unterscheiden. Bei der Personensorge wird zum Beispiel Pflege, Erziehung, Ausbildung und Berufswahl des Kindes, also jenen Lebensbereich, der für seinen Lebensweg und seine Charakterbildung relevant ist geregelt, aber sie betrifft auch das körperliche und seelische Wohlbefinden. Teil der Personensorge ist so auch die Entscheidung über medizinische Eingriffe. Im Gegensatz dazu werden in der Vermögenssorge die finanziellen Angelegenheiten des Kindes zusammengefasst. Es wird sich von Seiten der Sorgeberechtigten um etwa Sparbücher oder Grundstücke gekümmert, die ein Kind geerbt oder geschenkt bekommen hat. Die gemeinsame Ausübung des Sorgerechts durch die Eltern ist der Regelfall. Gemeinsam entscheiden sie bei Angelegenheiten von erheblichem Belang (Urlaub, Wahl der Schulform, Operative Eingriffe). Hingegen können alltägliche Entscheidungen (Nahrung, Bekleidung) einseitig getroffen werden. Und es gibt daneben das alleinige Sorgerecht, in dem nur eine Person die Personen- und Vermögenssorge innehat. Als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln steht Ihnen Frau Dr. Nicole Langen mit ihrer Expertise stets zur Verfügung.

Wie regelt man den Zugewinn?

Für die Ermittlung des von einem Partner auszugleichenden Zugewinns wird verglichen, wer während der Ehe den höheren Zugewinn erzielt hat. Es muss dann derjenige dem Ehegatten die Hälfte seines Überschusses abgeben. Der Zugewinn eines Gatten kann anders als beim Anfangs- und Endvermögen nie negativ sein. Es müssen also nicht Verluste ausgeglichen werden. Wichtig hinzuzufügen an dieser Stelle sind die Vermögenswerte, die beim Zugewinn nicht berücksichtigt werden dürfen. Zunächst gehört dazu der bereits erwähnte privilegierte Erwerb, also Erbschaften und Schenkungen, die ein Partner während der Ehe erhält, denn sie werden ja dem Anfangsvermögen zugerechnet. Auch ist aber der gemeinsame Hausrat ausgenommen, da dieser nach der Scheidung in einem gesonderten Verfahren geteilt wird. Wenn ein Hausrat nur einem Partner gehört, kann er hingegen beim Zugewinnausgleich berücksichtigt werden. Davon ausgenommen sind ferner Renten- und Versorgungsanwartschaften. Diese fallen nicht unter den Zugewinnausgleich sondern den so genannten Versorgungsausgleich, für den es auch ein gesondertes Verfahren gibt. Dagegen gehören zum Zugewinn Lottogewinne, Schmerzensgeldzahlungen oder auch Abfindungszahlungen des Arbeitgebers. Die regelmäßigen Arbeitseinkünfte eines Ehegatten gehören nicht dazu. In der Regel ist der Zugewinnausgleich durch Geldzahlung zu leisten, nicht zum Beispiel dadurch, dass dem Partner Eigentumsanteile an bestimmten Gegenständen übertragen werden. Jedoch kann der Ausgleichspflichtige ihm freiwillig einzelne Güter übereignen. Dann wird deren Wert auf die geschuldete Geldsumme angerechnet. Für die Entscheidung über den Zugewinnausgleich ist das Familiengericht zuständig, vor dem sich die Beteiligten im Streitfall von einem Rechtsanwalt vertreten lassen müssen. Drei Jahre nach der rechtskräftigen Scheidung verjährt der Anspruch auf Zugewinnausgleich. Frau Dr. Nicole Langen steht Ihnen mit ihrer Expertise als erfahrene und erfolgreiche Fachanwältin für Familienrecht in Köln stets zur Verfügung.