Auswahl des Testamentsvollstreckers kann verweigern werden

Vorliegend war über den Erbteil eines Miterben, der unter gesetzlicher Betreuung stand, testamentarisch eine Dauertestamentsvollstreckung angeordnet worden. Der Testamentsvollstreckervermerk war im Grundbuch eingetragen. Der Bruder des Miterben legte das ihm übertragene Testamentsvollstreckeramt nieder. Für diesen Fall war im Testament das Nachlassgericht mit der Ernennung eines Ersatztestamentsvollstreckers beauftragt. Wegen der bestehenden Betreuung des Miterben lehnte das Gericht die Ernennung eines Ersatztestamentsvollstreckers ab. Per Beschluss erklärte es das ursprüngliche Testamentsvollstreckerzeugnis für kraftlos. Unter Vorlage dieses Beschluss beantragte der Bruder des Miterben die Löschung im Grundbuch. Das Grundbuchamt wies den Antrag zurück, weil nur das Amt des genannten Testamentsvollstreckers geendet habe, nicht jedoch die Testamentsvollstreckung insgesamt. Auf die dagegen eingelegte Beschwerde weist das OLG (OLG Zweibrücken, Beschluss vom 23.10.2012) das Grundbuchamt an, den eingetragenen Testamentsvollstreckervermerk im Grundbuchamt zu löschen.

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