Handeltreiben mit Betäubungsmittel ist Tätigkeitsdelikt

Es ist allein auf den Handlungsort abzustellen, wenn die Frage entschieden werden soll, ob die Tat gemäß § 3 i.V.m. § 9 Abs. 1 StGB im Inland begangen worden ist. Gemäß §§ 3, 9 Abs. 1 StGB ist der Täter dem deutschem Strafrecht unterworfen, wenn er im Inland eine zur Tatbestandsverwirklichung führende Tätigkeit vornimmt und sich dadurch in Widerspruch zur Rechtsordnung seines Aufenthaltsortes setzt. Eine Tat ist demgemäß als an jedem Ort begangen anzusehen, an dem der Täter eine auf die Tatbestandsverwirklichung gerichtete Tätigkeit entfaltet oder versucht hat. Beim Handeltreiben ist daher ein Handlungsort überall dort gegeben, wo ein Teilakt verwirklicht wird, mithin auch dort, wo Betäubungsmittel zum Zweck des Umsatzgeschäftes transportiert werden.

BGH, Urteil vom 10.02.2016, 2 StR 413/15

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