Auskunftspflichten des Geschäftsführers

Wenn gegen eine GmbH ein Insolvenzantrag gestellt wird, ist der Geschäftsführer verpflichtet, über die rechtlichen, wirtschaftlichen und tatsächlichen Verhältnisse der Gesellschaft und insbesondere auch über gegen ihn selbst gerichtete Ansprüche, Auskunft zu erteilen. Er muss jedoch keine Angaben zu seinen persönlichen Vermögensverhältnissen machen.

Die Auskunftspflicht des § 101 Abs. 1 InsO bezieht sich (nur) auf das Vermögen der schuldnerischen Gesellschaft. Der Geschäftsführer ist daher nicht zugleich verpflichtet, über seine eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse und die Realisierbarkeit gegen ihn gerichteter Forderungen Auskünfte zu erteilen.

BGH, Beschluss vom 05.03.2015

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