Der Geschäftsmann und die Ex-Politiker

Der Kölner Stadt Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 21.03.2019 über die Anklage gegen einen Kölner Geschäftsmann zu dessen Geschäftsmodell es gehörte, mit erfolgreichen Politikern u. a. mit dem ehemaligen NRW Innenminister Wolf (FDP), Firmen zu gründen. Inzwischen sind zahlreiche dieser Firmen pleitegegangen und der Geschäftsmann muss sich wegen des Vorwurfs der Insolvenzverschleppung und Bankrotts vor Gericht verantworten. 

Die vom Geschäftsmann Knetsch geleitete Fidum-Gruppe bestehe, laut Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, aus einem Konglomerat u. a. von Bau-, Immobilien- und Beratungsgesellschaften wovon mehrere inzwischen pleite sein sollen. Der Chef der Unternehmensgruppe Knetsch und zwei weitere Partner sind inzwischen beim Schöffengericht Köln angeklagt, u. a. wegen nicht abgeführter Sozialabgaben in Höhe von 70.000 €. 

Auch ein CDU Politiker und Ex-Vorstand der Kölner Verkehrs-Betriebe stand zunächst als Beschuldigter in der Anklageschrift. Er hatte sich 2015 überreden lassen, bei zwei Unternehmen der Fidum-Gruppe neben Knetsch in die Geschäftsführung einzusteigen. Letztlich kam dieser jedoch gegen Zahlung einer Geldauflage mit einem blauen Auge davon. Sein Verteidiger Frank Langen sagte hierzu, dass sein Mandant von Herrn Knetsch nicht vollständig informiert worden sei. Er habe nicht gewusst, wie es um diese Firmen tatsächlich stand und sei auch nach wenigen Monaten wieder aus den beiden Unternehmen ausgeschieden. 

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