Korruptionsvorwurf im Rathaus

Es berichtet die Kölnische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 24.05.2000, daß nach einer erneuten Razzia in der Stadtverwaltung die Ermittler der Sonderkommission die beschlagnahmten Akten überprüften und Beschuldigte verhören würden. Vier Angestellte der Stadt Köln und mehrere Unternehmer seien am Montag morgen mit auf das Polizeipräsidium genommen worden und dort bis spät in die Nacht verhört worden. Ein fünfzigjähriger Beamter sei vorläufig festgenommen worden und mußte die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Unter anderem sei der Vorwurf aufgekommen, ein Kölner Unternehmer habe das Eigenheim des Amtsleiters mitfinanziert.

Gegen diesen Vorwurf verwehrte sich der Verteidiger des Unternehmers, Rechtsanwalt Frank H. Langen, und teilte mit, daß sein Mandant sich umfassen zu den Vorwürfen geäußert habe und die Verdächtigungen habe von sich weisen können. Er habe überzeugend darstellen können, daß keinerlei Unterstützungshandlungen für den Hausbau des Amtsleiters geleistet worden seien, so der Anwalt in einer Presseerklärung. Nach Aussage von Rechtsanwalt Langen habe der ehemalige Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Stadtrat, Volker Bulla, einen Kripobeamten mündlich über eventuelle Ungereimtheiten im Amt für Straßen- und Verkehrstechnik informiert. Ein anonymer Anrufer habe Bulla mitgeteilt, daß Beamte im Amt 66 korrupt seien. Nach dem anonymen Tip hätten die Beamten der Sonderkommission recherchiert und hätten am Montag die Durchsuchungen durchgeführt. Bulla bestätige die Angaben des Anwalt.

Weitere Veröffentlichungen: Bildzeitung, Express, 20 Minuten Köln vom 24.05.2000

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