Ungedeckte Schecks

Der Kölner Stadtanzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 01.02.2002, dass auf der Jagd nach Luxus eine Kölnerin den Blick auf die Realität verloren habe und in Untersuchungshaft gelandet sei. Die Beschuldigte habe offenbar in ihrer eigenen Welt gelebt. Ihre Vorlieben hätten kein Klischee eines Groschenromans ausgelassen. Schnelle Autos, exquisite Garderobe, ein Leben in komfortablen Hotelsuiten. Das einzige Problem der jungen Frau sei stets das fehlende Kapital gewesen. Doch mit Einfallsreichtum und Glück, gefördert durch die Gutgläubigkeit ihrer Opfer, habe sich die Mutter eines vier Jahre alten Sohnes so durch ihr Leben geschwindelt.

Vor zwei Wochen habe sich nach Polizeiangaben bei einem Mülheimer Autohändler ein BMW-Cabrio mit einem ungedeckten Scheck bezahlt. Spätere Nachforschungen hätten ergeben, dass die beim Straßenverkehrsamt angegebene Wohnadresse falsch gewesen sei. Gestern hätten nun Mitarbeiter des Autohauses die Dame und das Gefährt an einer Filiale von McDonald wieder erkannt. Die 25 jährige sei festgenommen worden. Unklar sei, ob die Geschichte über den Kauf einer 300.000 € teuren Eigentumswohnung am Rheinufer in Marienburg den Tatsachen entspreche. Das Geld soll ihr eine Kölner Bank im Dezember geliehen haben. Gestern räumte ihr Strafverteidiger Frank Langen ein, dass seine Mandantin sicherlich nicht allen ihren Verpflichtungen nachkommen könne. Der Anwalt sehe die Schwindeleien als persönliches Problem, dabei stelle ich auch die Frage, ob dies nicht auch Ausdruck psychischer Störungen sei.

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