Polizeimeister steht unter Verdacht

Der Kölner Stadt Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 13.02.2004, dass ein 24-jähriger Polizeimeister unter dem Verdacht stehe, Kinderporno-Dateien verbreitet zu haben. Wie der Kölner Stadt Anzeiger erfuhr, ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft gegen einen 24-jährigen Polizeimeister aus der Polizeiinspektion Südwest wegen des Verdachts der Verbreitung kinderpornografischer Schriften. Am 04.02.2004 durchsuchte die Polizei in Gummersbach die Wohnung des verdächtigen Streifenpolizisten in Köln und im oberbergischen Nümbrecht. Dabei seien sein Computer und weitere Datenspeicher sichergestellt worden, bestätigte gestern ein Polizeisprecher in Gummersbach.

Während der Razzia erfuhren die Ermittler, dass der Beschuldigte ein Kollege sei. Daraufhin informierte man den Arbeitgeber des Polizeimeisters. Umgehend suspendierte Kölns Polizeichef Steffenhagen den Beamten vom Dienst. Offenbar war man auf den 24-jährigen im Zuge von Ermittlungen gegen einen Kinderporno-Tauschring im Internet gestoßen. Der Beamte soll beim Surfen im Netz Zugang zu einem einschlägigen virtuellen Gesprächszirkel (Chatroom) gefunden haben. Gesprächspartner sollen ihm Mails mit kinderpornografischen Bilddateien zugesandt haben. Ob sich der Beschuldigte an dem Handel beteiligt hat, ist noch unklar. Der Verteidiger des Beschuldigten, Frank Langen, wolle zunächst Akteneinsicht nehmen, um feststellen zu können, was seinem Mandanten per E-Mail zugegangen ist. Er betonte, dass sein Klient nicht „pädophil veranlagt sei“.

Weitere Veröffentlichung: Kölner Stadt Anzeiger vom 14.02.2004 sowie Kölner Express vom 16.02.2004.

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